Knoblauchrauke
(Alliaria)
Blütezeit: März bis Juni
Vorkommen: Schattige Wald- und Wegränder, Heckensäume.
Beschreibung: 20 bis 100 cm hoch, zweijährig.
Sammeln und Zubereiten: Die Knoblauchrauke sollte ausschließlich frisch verwendet
werden.
Genutzt werden die Blätter und jungen Triebe für Salat, die Wurzel, bevor die Pflanze in die Höhe schießt,
die noch grünen Samenhülsen als Gewürz.
Sonstiges:
Verwechseln kann man das Kraut vor der Blüte mit der Brennessel. Die Blätter der
Knoblauchrauke sind wechselständig angeordnet, die der Brennessel gegenständig.
Enthält Mineralstoffe, Vitamin C und A.
Schmalwand
(Arabidopsis)
Blütezeit: April bis Mai
Vorkommen: Mauern, Wegränder, Ödland.
Beschreibung: Bis zu 30 cm hoch, einjährig oder zweijährig.
Sammeln und Zubereiten: Die ganze Pflanze wird als essbar beschrieben.
Die Wurzel könnte in Kochgemüsegerichten Verwendung finden.
Sonstiges:
Die zierliche Pflanze wurzelt 40 cm tief in die Erde.
Hirtentäschel
(Capsella)
Blütezeit: Februar bis November
Vorkommen: An Weg- und Feldrändern, auf nahezu allen brachliegenden Flächen.
Beschreibung: 5 bis 50 cm hoch, ein- bis zweijährig.
Sammeln und Zubereiten: Die Rosettenblätter, die am mildesten sind, passen in
Salat. Die noch knospigen Blütenstände sind mitsamt dem oberen Stängelteil und den Samentaschen,
eine würzige Salatbeigabe.
Die Samen verwendet man als Pfefferersatz.
Die Wurzel gräbt man aus, ehe sich der Blütenstängel
entwickelt. Dann ist sie zart und auch roh essbar. Frisch oder getrocknet, ergibt sie ein Gewürz,
dass an Ingwer erinnert.
Sonstiges:
Enthält u. a. Aminosäuren. Proteine, Kalium, Calcium und Vitamin C.
Behaartes Schaumkraut
(Cardamine hirsuta)
Blütezeit: März bis Juni
Vorkommen: Gebüschsäume, Wegränder, Felder.
Beschreibung: 5 bis 30 cm hoch, meist einjährig.
Sammeln und Zubereiten: Sehr gutes, mildes Würzkraut, die im Ganzen vom Winter
bis Ende des Sommers zu Salaten verwendet wird.
Sonstiges: Die Pflanze enthält Vitamin C und Mineralstoffe.
Alle anderen Cardamine-Arten in Mitteleuropa werden genauso verwendet.
Wiesen-Schaumkraut
(Cardamine pratensis)
Blütezeit: April bis Juni
Vorkommen: Feuchte, nährstoffreiche Wiesen, Ufer.
Beschreibung: 15 bis 50 cm hoch, ausdauernd.
Sammeln und Zubereiten: Angenehm pfeffrig schmeckende Pflanze.
Die
gesammelten Blätter der Grundrosette für Salate.
Ab Juni nutzt man die Blätter nicht mehr, dann sind sie sehr bitter.
Stattdessen nimmt man die Blüten, die etwas milder im Geschmack sind.
Sonstiges:
Die Blüten sind je nach Standort weiß, zartrosa oder leicht violett.
Die Pflanze enthält neben Vitamin C, Senföle, Bitterstoffe (Blutreinigungsmittel), Kalium,
Eisen und Magnesium.
Pfeilkresse
(Cardaria)
Blütezeit: Juni bis Juli
Vorkommen: Wegränder, Weinberge, Ödland trockener, warmer Regionen.
Beschreibung: 15 bis 90 cm hoch, ausdauernd.
Sammeln und Zubereiten: Blätter und Triebe sammelt man von April bis Juli.
Sie passen als würzende Beigabe roh in Salate, aber auch in spinatähnliche Gemüsegerichte.
Die Samen stehen von Juli bis in den September zur Verfügung. Sie werden nach dem Trocknen
als pfefferähnliche Würze eingesetzt.
Sonstiges: Die Samen der Pfeilkresse schmecken wegen der Senföle scharf und
wurden früher anstelle des Pfeffers als Würze verwendet.
Brunnenkresse
(Nasturtium)
Blütezeit: Mai bis September
Vorkommen: Quellen, Bäche, Gräben, nasse Wiesen.
Beschreibung: Mehrjährige Wasserpflanze mit hohlen, 30 bis 90 cm hohen Stängeln.
Sammeln und Zubereiten: Im Frühling geerntete Blätter frisch zu Salaten oder in
den Spinat. Später eignen sie sich zum Würzen von Suppen und Gemüsen.
Ab September werden die Samen als Pfefferersatz genutzt.
Sonstiges: Die Pflanze schmeckt scharf-würzig und enthält viele wichtige Vitamine,
Senfoelglykoside, Mineralsalze und vor allem Eisen.
Felsenblümchen
(Draba)
Blütezeit: April bis Juni
Vorkommen: Trockenrasen, Mauerritzen, Gebüschränder.
Beschreibung: 10 bis 30 cm hoch, einjährig.
Sammeln und Zubereiten: Felsenblümchen sind wenig bekannte Küchenkräuter mit einem,
kresse- bis waldmeisterähnlichen Aroma. Denkbar ist eine Verarbeitung als Beigabe in Salaten und
Gemüsegerichten.
Sonstiges:
Viele Arten sind in ihrem Bestand gefährdet und genießen regional gesetzlichen Schutz.
Hartriegel, Roter
(Cornus sanguinea)
Blütezeit: Mai bis Juni
Vorkommen: Waldränder, Hecken, Gebüsche.
Beschreibung: 1 bis 4 m hoch, sommergrüner Strauch.
Blätter gegenständig,
Fruchtreife Juli bis Oktober.
Sammeln und Zubereiten: Roh sind die bitter-sauren Früchte ungenießbar.
Aber gekocht und in Kombination mit anderen Früchten kann man sie zu Marmeladen,
Chutneys und Fruchtsäften verarbeiten.
Sonstiges: Bis ins 18. Jahrhundert wurde das in den Samen zu 40 bis 45 Prozent enthaltene Öl auch zu
Brennzwecken verwendet. Aus den Zweigen wurden Körbe geflochten.
Hungerblümchen
(Erophila)
Blütezeit: Februar bis Mai
Vorkommen: Lichtliebende Pflanze, die magere, trockene Standorte bevorzugt.
Magerrasen, sandige Äcker, Wegränder.
Beschreibung: 2 bis 15 cm hoch, einjährig.
Sammeln und Zubereiten: Die gesamte Pflanze ist als essbar überliefert.
Denkbar ist beispielsweise eine Verarbeitung ihrer von März bis Mai gesammelten Blätter
und Triebe roh in Salaten oder gegart in Gemüsezubereitungen.
Auch die Wurzel könnte von September bis in den Winter in Kochgemüsegerichten Verwendung finden.
Kletten-Labkraut
(Galium aparine)
Blütezeit: Juni bis September
Vorkommen: Getreidefelder, Wegränder, Gebüsche, Ufer, Ödland.
Beschreibung: 30 bis 150 cm lang, einjährig.
Sammeln und Zubereiten: Die obersten, zarten Triebteile der Pflanze für den Salat
oder gedünstet zum Gemüse. Die anderen Pflanzenteile sind wegen ihrer stacheligen Behaarung nicht
unbedingt ein Genuss, aber sie können zwischen Mai und August entsaftet werden und sind dann
eine vitaminreiche Grundlage für Gemüsesäfte und Suppen.
Sonstiges: Die jungen Triebe schmecken roh leicht scharf.
Wiesen-Labkraut
(Galium mollugo)
Blütezeit: Mai bis September
Vorkommen: Fettwiesen, Gebüsch- und Waldränder.
Beschreibung: 25 bis 100 cm hoch, ausdauernd.
Sammeln und Zubereiten: Blätter und zarten Stängel sind von April bis Juni als
Salatzutat und in Gemüsegerichten nutzbar.
Die Triebspitzen des Wiesen-Labkrauts verleihen Tomaten-
salat eine feine,
geschmacklich an Rucola erinnernde Schärfe.
Sonstiges:
Die Wurzeln dienten früher zur Herstellung von roter Farbe für Textilien.
Rettich
(Raphanus)
Blütezeit: Juni bis September
Vorkommen: Ödland, Äcker, Feldraine.
Beschreibung: 20 bis 60 cm hoch, einjährig.
Sammeln und Zubereiten: Junge Sprosse und Blätter
für Salate, Gemüsesuppen und Eintopfgerichte.
Die knospigen Blütenstände im Juni zu Gemüsegerichten.
Unreife Samenschoten sind roh eine aromatische Zutat für Salate.
Sonstiges:
In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass die Blätter des Hederichs eine stimmungsaufhellende
Wirkung besitzen.
Kennzeichnend für den Acker-Rettich sind die mit violetten Adern durchzogenen Blütenblätter.
Die Pflanze enthält Vitamin C, Calcium, Kalium und Eisen.
Hexenkraut
(Circaea lutetiana)
Blütezeit: Juni bis August
Vorkommen: Wälder, Waldwege, Gebüsche.
Beschreibung: 20 bis 70 cm hoch, ausdauernd.
Sammeln und Zubereiten: Die Blätter gelten von Mai bis August als essbar.
Sonstiges: Der wissentschaftliche Gattungsname bezieht sich auf Circe, eine
Zauberin (Hexe) in der griechischen Mytologie. Möglicherweise führte das etwas unheimliche,
unbemerkte Anhängen der Früchte zur Namensgebung.
Hellerkraut-
(Thlaspi)
Blütezeit: April bis Juni
Vorkommen: Felder, Weinberge, Ödland.
Beschreibung: 10 bis 30 cm hoch, einjährig.
Sammeln und Zubereiten: Die Blätter nimmt man von März bis Mai, frisch gehackt
als senfartig schmeckende Beigabe zu grünem oder anderem Salat, zu Mischgemüsegerichten und
Suppen.
Die Wurzel kann während der gesamten Vegetationsperiode geschält in Suppen und Eintöpfen, Aufläufen,
Gemüse- oder anderen Pürees verarbeitet werden.
Sonstiges: Die Pflanze riecht beim Zerreiben nach Lauch und schmeckt scharf.
Sie enthält Vitamine und Magnesium.
Waldmeister
(Galium odoratum)
Blütezeit: April bis Mai
Vorkommen: Schattige Buchenwälder.
Beschreibung: 5 bis 25 hoch, Gewürzstaude, die beim Welken intensiv duftet.
Sammeln und Zubereiten: Waldmeister ist nicht essbar, aber ein ausgezeichneter
Aromalieferant.
Getrocknet und aromadicht verschlossen, kann Waldmeister lange aufbewahrt und für einen
gesunden Tee genutzt werden. In kleinen Schlucken getrunken stärkt er den Magen,
regt die Leberfunktion an und wirkt beruhigend.
Sonstiges: Waldmeister wird auch als Mottenmittel eingesetzt.